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"Lebensraum Golfplatz - Wir fördern Artenvielfalt"

von Tobias Heinz (06.02.2020)

Darum geht es im Pilotprojekt

Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt, das Pilotprojekt baden-württembergischer Golfanlagen, des Umweltministeriums Baden Württemberg, des Baden-Württembergischen Golfverbandes und des Deutschen Golf Verbandes hat das Ziel, die vorhandenen Biodiversitätsflächen auf baden-württembergischen Golfanlagen quantitativ und qualitativ auszubauen. Durch die Kooperation mit dem Umweltministerium werden die Golfanlagen bzw. die umgesetzten Maßnahmen erstmals Teil der Naturschutzstrategie des Landes Baden- Württemberg und erhalten dadurch eine neue Wahrnehmung der Sportart Golf in Politik und Gesellschaft. Die Teilnahmebedingungen für das zunächst auf zwei Jahre angelegte Pilotprojekt sind so ausgelegt, dass möglichst viele Clubs teilnehmen und profitieren können.

Der Lebensraum ist ein wertvolles Gut, gerade in stark industrialisierten Ländern wie Deutschland. Der Mensch und sein Bedarf an hochspezialisierten Flächen (Industrie, Landwirtschaft, Wohnen, Arbeiten, Verkehr etc.) schränken den Lebensraum für Flora und Fauna immer weiter ein. Die Folge: ein dramatischer Rückgang an naturnahen Lebensräumen und biologischer Vielfalt. Gerade im Vergleich mit anderen Flächennutzungskonzepten sind Golfplätze einerseits wichtige Naherholungsgebiete für sportinteressierte Menschen, gleichzeitig aber auch zunehmend biodiverse Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen, die immer größere Schwierigkeiten haben, adäquate Lebensräume ungestört zu finden und zu besiedeln.

Golfanlagen sind daher in besonderer Weise mit dem Schutz der Natur und dem Erhalt der Umwelt verbunden. Dazu trägt bereits heute jede Golfanlage in ganz unterschiedlicher Form und Intensität bei. Golf ist daher auch viel mehr als nur ein sportliches Freizeitvergnügen - Golf verbindet als einzige Sportart die sportliche Aktivität mit dem Erhalt und der Förderung biologischer Vielfalt.

 

Zuspruch der Golfanlagen zum Projekt „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“ übertrifft die Erwartungen

Am Donnerstag den 16. Januar 2020 fand der 1. Roundtable 2020 des Deutschen Golf Verbandes (DGV) im Rahmen der Golf- & WellnessReisen Messe in Stuttgart statt. Otto Leibfritz, Präsident des Baden-Württembergischen Golfverbandes (BWGV), konnte unter den knapp 100 Teilnehmern 60 Vertreter aus den BWGV-Mitgliederclubs, DGV-Präsident Claus Kobold und dessen Vorstandskollegen, sowie mit Malte Uhlig (Bayerischer Golfverband) und Dr. Gutmann Habig (Hessischer Golfverband) auch die Präsidenten der beiden benachbarten Landesgolfverbände begrüßen.

Ganz besonders freute sich Otto Leibfritz über die Teilnahme von LSV-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis und Dr. Andre Baumann, dem Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ihn bezeichnete er als "engagierten Unterstützer der Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt auf Golfanlagen".

DGV-Vorstand Kommunikation Jörg Schlockermann und Dr. Andre Baumann erläuterten zu Beginn der Veranstaltung die tags zuvor vom Umweltministerium Baden-Württemberg, BWGV und DGV unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Biodiversität auf Golfanlagen. Diese soll auf möglichst vielen baden-württembergischen Golfanlagen durch das Pilotprojekt "Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt" mit Leben erfüllt werden. Und innerhalb kürzester Zeit - der Startschuss war am 22.11. beim BWGV-Umweltsymposium in Ludwigsburg - haben sich bereits 40 der insgesamt 88 Golfanlagen in Baden-Württemberg zu diesem Projekt angemeldet. Sie wollen 2020 und 2021 mit zusätzlichen gezielten Maßnahmen einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten.

"Die Golfanlagen sind Teil der Lösung bei einem unser drängendsten Probleme im kommenden Jahrzehnt, dem Artenschutz, indem sie als Trittsteinbiotope fungieren können", so Dr. Andre Baumann auf die Frage, welche Bedeutung diese Kooperation für das baden-württembergische Umweltministerium hat.

"Golfanlagen haben bereits in der Vergangenheit zum Schutz und zur Förderung von Fauna und Flora beigetragen und mit diesem Projekt möchten wir diese Situation gerne noch weiter und vor allem viel gezielter verbessern", brachte Otto Leibfritz abschließend die positive Rolle der Golfanlagen für den Naturschutz auf den Punkt! Er bedankte sich bei den anwesenden Clubvertretern dafür, dass sich innerhalb kürzester Zeit in so große Zahl für eine Teilnahme an diesem Projekt entschieden haben.

Zusammen mit Elvira Menzer-Haasis und Dr. Andre Baumann überreichten der BWGV-Präsident und Claus Kobold an die anwesenden Vertreter der am Projekt teilnehmenden Clubs die "Lebensraum-Schilder", mit denen die Projektmaßnahmen auf den Golfanlagen vor Ort aufmerksamkeitsstark gekennzeichnet werden können.

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